Praxis & Forschung

Gemessen daran, wie unsere Umgebung aussehen könnte, ist vielen Orten die Qualität abhanden gekommen. Die Zerstörung wertvoller Siedlungen und Landschaften, die Zersiedelung, die Flächenverschwendung, die Banalisierung, Mass- und Gesichtslosigkeit der Agglomerationen werden vielerorts kritisiert, sind jedoch Ausdruck eines gesellschaftlichen Konsenses. Raumentwicklung dient oft nur noch der Interessenabgrenzung, bei der unter dem Strich das auf der Strecke bleibt, was Orte lebenswert macht. Gleichzeitig sind die grandiosesten, oft historisch gewachsenen Orte und Städte, die wir kennen, aus Sicht der heutigen Baugesetze illegal.
Wir wollen Anliegen, Kritik und Ideen, welche dem Menschen zugute kommen, in Prozesse und Verfahren einbringen: Revisionen von Baugesetzen, Bauordnungen, Zonenplänen, Erarbeitung von Richtplänen, ISOS-Massnahmenplänen, Stadtreparaturen, Workshop- und Qualitätssicherungsverfahren, Infrastruktur- und Impulsprogrammen, Diskussionen auf der Bild-, Plan- und Verfahrensebene.
Deshalb erarbeitet das Forum Raumordnung Schweiz konkrete Projekte für Gemeinden, Kantone, Korporationen und andere Bauträger. Dabei entwickelt es neue Lösungsansätze, deren Messlatte beim Mehrwert für das Gemeinwohl, bei der Qualität des Raumes, bei einer hohen Baukultur und bei der Zukunftsfähigkeit von planerischen und baulichen Weichenstellungen liegt.


Suhr

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Das Forum Raumordnung Schweiz entwickelte durch die Vermittlung des Kantons Aargau und mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur, des Bunds Schweizer Architektinnen und Architekten und der Gemeinde Suhr eine räumliche Vorstellung für die Zukunft der Kleinstadt Suhr. Die Aufgabe besteht darin, Vorstellungen für das Leben in Suhr in rund hundert Jahren zu erarbeiten. Dazu braucht es die Kraft, sich Suhr vorzustellen: eine Stadt, welche die Hälfte der heutigen Fläche in Anspruch nimmt, wo elementare Dinge ihren Platz finden, reiche Beziehungen entstehen und die Grundwerte für ein vitales Zusammensein in einer Satzung festgehalten sind. Die imaginative Arbeit führt zu Mustern, über die in einem Stadtmodell im Massstab 1:500 unterschiedliche Improvisationen möglich werden. Jede Improvisation steht für ein eigenes Habitat mit öffentlichen Räumen, Brunnen, Infrastrukturen, Gebäuden, Lebensvorstellungen, aber auch privaten Rückzugsmöglichkeiten. Diese Habitate leben von Allianzen unterschiedlicher Art und vermitteln Geborgenheit. In einer neuartigen Notation werden die wesentlichen Merkmale im Sinne einer Komposition festgehalten. Sie wird durch die künftig handelnden Menschen interpretiert, wobei Interpretation immer Austausch, Kritik und Schöpfung zugleich ist.

In einer räumlichen Satzung für Suhr werden zentrale Merkmale der künftigen Stadt in zehn Punkten festgehalten. Es zeigt sich, dass das Paradigma der Planung, so wie es heute gelebt wird, solche Prozesse nicht auszulösen vermag.

Das Forum Raumordnung Schweiz beabsichtigt deshalb, die Erkenntnisse aus diesem Pilot- und Forschungsprojekt im Rahmen einer Wanderschaft in andere Schweizer Städte zu verbreiten und in einer Debatte weiterzuentwickeln.

Beiträge dazu:

Die kleinen Ideen

Die kleinen Taten

Beiträge dazu:
19. Januar 2026
Kultur

Tag der offenen Tür

Am Samstag 14. März 2026 zeigt das Forum Raumordnung Schweiz die Arbeiten des Pilot- und Forschungsprojekt für Suhr, die eine räumliche Vorstellung für die Entfaltung des Dorfes in den nächsten 100 Jahren umfassen. Ort: Tramstrasse 7, 5034 Suhr Zeit: 09.30 bis 17.00 Uhr

Raumentwicklung dient oft nur noch der Interessenabgrenzung, bei der unter dem Strich das auf der Strecke bleibt, was Orte lebenswert macht. Gleichzeitig sind die grandiosesten, oft historisch gewachsenen Orte und Städte, die wir kennen, aus Sicht der heutigen Baugesetze illegal.
Das Forum Raumordnung Schweiz will eine Sammlung von Beispielen zusammentragen, anhand derer die Frage nach dem, was unsere unmittelbare Lebensumgebung wertvoll macht, neu verhandelt und bewertet werden kann. Sie soll uns ermöglichen, Konventionen zu hinterfragen, neue Bedürfnisse besser zu verstehen, neue Denkräume zu erschliessen.
Daraus erhoffen wir uns positive Impulse auf die Instrumente der Raumordnung, Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten. Wir richten uns damit nicht nur an Fachleute und PlanerInnen, sondern vor allem an Gemeinden, politische Körperschaften, an Bauwillige und alle Interessierten.
Dabei sehen wir die Möglichkeit, Anliegen, Kritik und Ideen, welche dem Menschen zugute kommen, in Prozesse und Verfahren einzubringen: Revisionen von Baugesetzen, Bauordnungen, Zonenplänen, Erarbeitung von Richtplänen, ISOS-Massnahmenplänen, Stadtreparaturen, Workshop- und Qualitätssicherungsverfahren, Infrastruktur- und Impulsprogrammen, Diskussionen auf der Bild-, Plan- und Verfahrensebene.

März 2026: Suhr auf Wanderschaft

Erstes Kapitel

Beiträge dazu:

weiteres zu Suhr

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